Bild: Peter Weidemann | In: pfarrbriefservice.de

Liebe Schwestern und Brüder! Liebe Gäste!


„Aber in dieser Nacht fingen sie nichts“
Ja, leere Netze – die ganze Arbeit umsonst, der Aufwand, die Zeit, die Mühen –
alles vergebens?
Die Jünger Jesu gehen ihre gewohnten Arbeiten wieder nach.
Die Auferstehung Jesu ist bei einigen Jüngern scheinbar noch nicht
„angekommen“.
Was sollen sie auch tun?
Simon Petrus geht fischen und mit ihm einige Jünger, die bei ihm waren.
Irgendwie schon komisch, da gehen die engsten Gefährten drei Jahre durch Stadt
und Land mit Jesus und nach seiner Kreuzigung und Auferstehung (noch nicht
verstanden!), nehmen sie wieder ihre alte Arbeit auf: Fische fangen.
Und nun heißt es:
„Aber in dieser Nacht fingen sie nichts.“ Interessant ist doch das Wort „in dieser
Nacht“, es heißt nicht, wenn sie sonst zum Fische fangen fahren, dass ihre Netze
leer blieben. Nein, es heißt: „Aber in dieser Nacht fingen sie nichts.“
Zurück zum Alten, zum Fische fangen, nein, nach der Auferstehung Jesu können
die Jünger nicht mehr in ihr altes Leben zurück.
Mit der Auferstehung Jesu hat etwas Neues begonnen. Nicht mehr Fische fangen,
sondern Menschen „fangen“, vom Reich Gottes erzählen, von Jesus berichten, wie
er gelebt hat, welchen Weg er nach der Schrift gehen mußte, vom Leiden, von
seiner Kreuzigung und von seiner Auferstehung berichten und vor allem Zeugnis
für ihn ablegen.
Das ist das Neue!
Das Alte ist vorbei!
In dieser Nacht ändert sich das künftige „Arbeitsleben“ der Jünger.
Was will oder kann mir das Evangelium vom 3. Ostersonntag noch sagen?
Jesus kommt auch in meinen Alltag, also dorthin, wo ich lebe, wo ich arbeite, wo
ich mich aufhalte.
Jesus fordert auch mich auf, meine Arbeit auf rechte Art und Weise zu tun.
Jesus lädt mich ein, mit ihm Mahl zu halten.
Jesus ist der, der da ist.
Vielleicht sehen Sie es auch so oder so ähnlich.

Herzlich wünsche ich Ihnen, dass Ihre leeren Netze des Lebens immer angefüllt
werden mit Freude, mit Glück, mit Geborgenheit, mit Liebe, mit Glauben an den
Dreifaltigen Gott!
Pfr. G. Möckel