Impuls vom 29.03.2020

,
Bild: Peter Weidemann | In pfarrbriefservice.de

Liebe Schwestern und Brüder! Liebe Gäste!

Bethanien? 

Das ist doch der Ort, an dem Jesus ein außergewöhnliches Zeichen getan hat:

Die Auferweckung des Lazarus.

Lazarus lebt mit seinen Schwestern Marta und Maria in Bethanien. Sie sind Freunde von Jesus.

Und Freunde stehen einander bei, sie helfen einander, teilen miteinander Freude, Leid, Trauer und Schmerz.

Hier in Bethanien wird all das konkret, denn nun liegt Lazarus im Sterben.

Jesus, von dem wir glauben, dass er wahrer Mensch ist, ist darüber im Inneren tief betroffen und erschüttert, er liebt ja seine Freunde und möchte ganz bestimmt, nur das Beste für sie. Und so macht er sich auf und eilt nach Bethanien zum Ort der Freundschaft. Und hier werden wir, die wir an Jesus Christus glauben, in das  Geschehen mit hineingenommen: Jesus nennt uns auch Freunde, nicht Knechte…(Joh 15,15). Er bietet uns seine Freundschaft an, ja mehr noch, er nennt uns jetzt schon seine Freunde!

Hier ist die Frage erlaubt? Wie sieht unsere Freundschaftsbeziehung mit Jesus aus?

Ich glaube fest daran, dass Jesus durch seine Freundschaft, uns immer zu Hilfe kommt, dass auch er bei uns ist, wenn wir glücklich und zufrieden sind, aber auch, wenn wir Leid und Trauer erfahren. Viele meinen, wenn wir an Jesus Christus glauben, dann kann uns kein Leid mehr treffen, nein, das stimmt so nicht!

Auch die tiefe Freundschaft zwischen Jesus und Lazarus verhindert nicht seinen Tod. 

Aber der Tod hat in der Beziehung mit Jesus nicht das letzte Wort!

Jesus erweckt Lazarus, das kann er, weil er mehr ist als nur wahrer Mensch, er ist auch Gottes Sohn. Dieses wirkmächtige Zeichen will Lazarus, Marta, Maria und auch uns, seine Freunde, sagen: Der Tod ist nicht das Letzte; am Ende steht Leben, Lebensgemeinschaft mit Gott im Himmel!

Das Evangelium mit der Erweckung des Lazarus sagt mir: Wer liebt, hilft!

Gott liebt, deswegen wird er helfen, retten und auferwecken zum Ewigen Leben!

„Glaubst du das? Ja, Herr, ich glaube, dass du der Messias bist.“ (Joh11,27)

Bleiben Sie gesund! Pfr. G. Möckel