Eine sehr positive Eingebung müssen die Damen der Weismainer „Frauenkolping“ gehabt haben als sie den Schwarzacher Main Line-Gospelchor für ein Konzert in Weismain arrangiert hatten. Mal bedächtig, mal mitreißend aber immer die frohe Botschaft im Blick. So war es beim Konzert welches der Main-Line-Gospelchor aus Schwarzach in einer vollen Kirche St. Martin den Besuchern darbrachte. Und auch ältere Besucher waren von den Darbietungen der 16 Akteure und ihres genialen Chorleiters Heinz Bittermann begeistert. Gospel – Die mit reißendste Art, die frohe Botschaft der Christenheit zu vermitteln dies hat sich der Chor auf seine Fahnen geschrieben und das wurde beim Konzert in Weismain regelrecht gelebt. Ob afrikanische Gesänge, Schlagerähnliche Chorsätze oder klassischer Gospelgesang der Chor besticht durch sein facettenreiches Programm. Dabei kommt ein weiterer starker Effekt zum Tragen. Neben den Hauptsolisten Meike Weigand, Sabine Schleicher, Matthias Eber und Michael Klein könnte jeder mit seine tolle Stimme Solist sein.  Auch sagt man derartigen Chören oft nach das sie sich in einstimmigen oder maximal zweistimmigen Arrangements wiederfinden oder von musikalischer Begleitung leben dies ist hier nicht so. A-Capella-Sätze hat der Chor ebenso wie mit Begleitung auf dem Kasten. Die Arrangements selbst meist vom Chorleiter Heinz Bittermann oder Chormitglied Pfarrer Ekkehard Weiskopf geschrieben und die Darbietung die der Chor daraus macht das passt ganz einfach. So ging`s auch recht rockig-flockig mit „Bless the Lord los. Klasse Backgroundgesang und zwei gut abgestimmte Solisten (Sabine Schleicher und Matthias Eber) waren bei „I`m so glad“ zu erleben. In toller Intonation und fast schon erzählend wirkend traf der Chor den mehrstimmigen Chorsatz „Lord hold me now“ sehr genau. Ebenso beim A-Capella Chorsatz „I`m gonna sing“. Zusammen mit der schönen Akustik des „Juradoms“ ein Klangerlebnis. Erstmals war das Publikum beim Gospelklassiker „Joshua fit the battle of the Jericho“ so richtig dabei. Nach einer ruhigen Einleitung und dem sich steigernden Tempo klatschten alle begeistert mit. Welch tolle Sopranistin sie ist bewies Meike Weigand  mit „Jesus i live you“. Mit sehr reinen Stimme eine gefühlvoll interpretierte Ballade.  Um den Akteuren eine kleine Pause zu können machte Moderatorin Ursula Schmidt dem Publikum ein kleines Quiz über Gospel typische Fragen was dem Publikum gefiel. Musik zum Genießen gab es beim inspirierenden Saxophon-Solo durch Pfarrer Ekkehard Weiskopf im Gospel „Halleluja Selevation“.  Bei drei afrikanischen Gospels in teils Originalsprache tauchte der Chor in den schwarzen Kontinent richtiggehend ein. Wer im Publikum die Augen schloss hatte beim bekannten „Kumbajah my Lord“ und den beiden gesungenen Zulu-Liedern „Maliso“ und Shisholoza“ die afrikanische Steppe und ihre Ureinwohner vor dem geistigen Auge. Beim Spiritual „Go down Moses“ zeigte sich wieder eine fantastische Begebenheit. Wo ist Joe Cocker mag sich mancher Zuhörer gefragt haben. Doch es handelte sich nicht um die Blueslegende sondern um Chorleiter Heinz Bittermann  der mit seiner tollen Reibeisenstimme an Cocker erinnerte. Die Bitte um Frieden und Liebe  „Give me love“ brachte der Chor sehr innig dar. Bist du im Leben bereit auf zu stehen war die Frage beim Gospelschlager „Caravan of Love“. Das inzwischen ob der Darbietungen begeisterte Publikum klatschte beim Hit aus dem Film Sister Act „I will follow him“ und einer sehr gut aufgelegten Solistin Sabine Schleicher begeistert mit. Endgültig in Ekstase führte Meike Weigand mit dem Lied „Operator“ das Publikum, welches es nicht mehr auf seinen Bänken hielt. Zwei Gospels dürfen natürlich und dies wusste auch die Besucher nicht fehlen. Bei „Amazing  Grace“ und „Oh happy day“ zeigte Sabine Schleicher mit ihrer dunklen Stimme noch mal ihr gesangliches Können. Mit einer Zugabe verabschiedete sich der Chor nach 80 Minuten. Für die Akteure gabs Rosen und Pfarrer Gerhard Möckel zeigte sich begeistert über die Darbietungen. Ihr dürft auf alle Fälle wiederkommen war sein Fazit welches wohl die Meinung aller Besucher war.    

Fotos und Text: Roland Dietz