will follow himI – warum man dieses Lied wohl in den Liedlisten vieler Hochzeitsgottesdienste finde, fragte Weihbischof Herwig Gössl in seiner Predigt anfangs in die Runde der in der Pfarrkirche St. Martin versammelten Gläubigen. Schließlich könnte man gerade beim Anlass einer Hochzeit dem Trugschluss erliegen, der Liedtitel (übersetzt: Ich werde ihm folgen) bezöge sich auf das Brautpaar, genauer auf den Bräutigam. Dabei sei dies jedoch zu keiner Zeit gemeint, sondern es sei stattdessen Jesus, dem es zu folgen gelte. Den 29 Firmlingen aus den Pfarreien Arnstein, Modschiedel und Weismain konnte diese falsche Verknüpfung jedoch erst gar nicht unterlaufen, da bereits in den Kyrie-Rufen betont wurde: “Herr Jesus Christus, dein guter Geist, wird dort spürbar, wo wir uns in deinem Namen versammeln und deinem Weg folgen.”

Herr Jesus Christus, dein guter Geist, wird dort spürbar, wo wir uns in deinem Namen versammeln und deinem Weg folgen.

Weiterhin betonte der Hauptzelebrant des Pontifikalamtes in seiner Predigt (welche er nach eigener Aussage einer anderen, etwa 40-minütigen Variante vorgezogen hatte) , dass der Grundstein für diesen Tag bereits vor einigen Jahren gelegt worden ist. Nämlich an dem Tag, an dem die Eltern der Firmlinge jeweils das Taufversprechen für ihre Töchter und Söhne abgelegt hatten. Letzteres wurde im Anschluss dann auch erneuert um für die Spendung des Firmsakramentes abschließend vorbereitet zu sein. Die Erneuerung des Taufversprechens bildete sozusagen den Abschluss der seit November vergangenen Jahres laufenden Vorbereitung, welche maßgeblich durch Pastoralreferentin Birgit Janson in Zusammenarbeit mit Pfarrer Gerhard Möckel und den Eltern der Firmlinge durchgeführt wurde.

Die Spendung des Sakramentes erfolgte dann durch den Weihbischof, der mit der Stadtpfarrkirche, welche liebevoll “Juradom” genannt wird, den “zweiten Dom des Bistums” besuchte. Ebenjener versank in Stille als der Gast aus Bamberg die Altarstufen zu den bankweise vor dem Chorraum angetretenen Firmlingen hinabschritt. In Begleitung ihrer Patinnen und Paten erlebten die 29 Jugendlichen dann den Moment, auf den sie alle hingefiebert und -gearbeitet hatten.

Als der Höhepunkt des Gottesdienstes anschließend vorüber war, galt es Dank zu sagen. Dieser Dank galt for allem dem Weihbischof und wurde sogleich auch von einer Einladung gefolgt, doch gerne einmal wieder Weismain zu besuchen und bei gutem Essen und einem Bier zu verweilen. Diese Einladung wurde durch Bürgermeister Udo Dauer ausgesprochen, welcher zusammen mit Sopranistin Evi Kral den Gottesdienst akustisch begleitet und gestaltet hat.